p 12 Teil I Allgemeines
Einleitung
Prävalenz somatischer und psychischer
Störungen

Teil I – Part I
Allgemeines – General Information
Einleitung – Introduction
Prävalenz – Prevalence
somatischer – somatic
und – and
psychischer – psychological
Störungen – disorders

Einleitung

p 13 , Die Basis einer erfolgreichen Strategie zur Bekämpfung

Die – The
Basis – basis
einer – of a
erfolgreichen – successful
Strategie – strategy
zur – for the
Bekämpfung – combating


einer auftretenden Hautkrankheit ist die Aufklärung
der unterschiedlichen Faktoren,

einer – of a
auftretenden – occurring
Hautkrankheit – skin disease
ist – is
die – the
Aufklärung – education
der – of the
unterschiedlichen – different
Faktoren – factors

die zur Entstehung von Dermatosen führen.

die – that
zur – to the
Entstehung – development
von – of
Dermatosen – dermatoses
führen – lead


Dermatosen zeigen durch ihre Lokalisation an der Grenze (Schaller 1997)

Dermatosen – Dermatoses
zeigen – show
durch – through
ihre – their
Lokalisation – localization
an – at
der – the
Grenze – boundary
(Schaller 1997) – (Schaller 1997)

zwischen Innerem und Äußerem, Körper und Umwelt, visueller Exposition

zwischen – between
Innerem – the inner
und – and
Äußerem – the outer
Körper – body
und – and
Umwelt – environment
visueller – visual
Exposition – exposure

und Stigmatisierung Besonderheiten (Anzieu 1991) in der objektiven sowie

und – and
Stigmatisierung – stigmatization
Besonderheiten – peculiarities
(Anzieu 1991) – (Anzieu 1991)
in – in
der – the
objektiven – objective
sowie – as well as

individuellen subjektiven Bewertung und der interpersonellen Kommunikation auf.


Obwohl viele pathogenetische Kausalitäten
durch den medizinischen Fortschritt aufgedeckt
werden konnten, zeigte sich, dass auch individuelle
psychische und soziokulturelle Einflussfaktoren
einen bedeutenden Anteil an der Genese und
Chronifizierung von Dermatosen, Weiterverbreitung
von Infektionskrankheiten und als Promoter
der Kanzerogenese haben können. Psychosomatische
Dermatologie kann es historisch im Grunde
erst seit Einführung des Begriffs »Psychosomatik«
geben, der 1818 von Heinroth (Heinroth 1818)
geprägt wurde.

Definition
Die psychosomatische Dermatologie beschäftigt
sich mit Hautkrankheiten, bei denen psychische
Ursachen, Folgen oder Begleitumstände einen
wesentlichen und therapeutisch bedeutsamen
Einfluss haben.
Dermatosen werden in dieser Hinsicht unter
einem biopsychosozialen Modell ganzheitlich
gesehen.
Die Psychosomatische Dermatologie beschäftigt
sich im engeren Sinne mit jedem Aspekt der intraund
interpersonellen Probleme von Hautkrankheiten
und den psychosomatischen Auslösemechanismen
bzw. der Krankheitsverarbeitung von
Dermatosen. Psychische Störungen liegen in der
Dermatologie bei etwa einem Drittel aller Patienten
vor. Hinzu kommen negative Einflüsse bei der
Krankheitsbewältigung. Die Prozesse der Krankheitsbewältigung
werden englischsprachig als
»coping« (»to cope with« = etwas bewältigen) bezeichnet
(Lazarus 1966) und im Deutschen oftmals
als Stressbewältigung übersetzt. Insbesondere bei
chronischen Dermatosen spielt der Faktor Stress
(Consoli 1996) eine wichtige Rolle.
Patienten mit psychischen Störungen werden
dabei 2- bis 4-mal häufiger stationär aufgenommen
als solche ohne psychische Störungen (Fink
1990). Bei anfänglich verdeckten Assoziationen zu
psychischen Störungen können oftmals die körperlichen
Symptome ohne adäquate psychotherapeutische
Intervention nicht geheilt werden. Insgesamt